Druckdaten für Großformatdruck richtig vorbereiten
Großformatdruck verzeiht andere Dinge als eine Broschüre, macht kleine Datenfehler aber schnell meterweit sichtbar. Mit wenigen klaren Regeln lassen sich Rückfragen, Verzögerungen und vermeidbare Qualitätsverluste verhindern.
Endformat und Maßstab eindeutig anlegen
Die Datei sollte entweder im Endformat oder in einem klar benannten Maßstab aufgebaut sein. Bei sehr großen Motiven ist 1:10 üblich, sofern Auflösung und Konturen entsprechend berücksichtigt werden. Entscheidend ist, dass Format, Maßstab und gewünschte Verarbeitung in Auftrag und Dateiname übereinstimmen.
Beschnitt wird dort benötigt, wo das Motiv bis über die sichtbare Kante hinausreichen soll. Banner, Platten und Folierungen brauchen je nach Verarbeitung unterschiedliche Zugaben. Pauschale Werte helfen wenig; die Abstimmung mit der Produktion vor dem Export ist sicherer.
Auflösung nach Betrachtungsabstand wählen
Ein Fassadenbanner wird aus mehreren Metern Entfernung betrachtet, ein Roll-up oft aus unmittelbarer Nähe. Deshalb muss nicht jede Großformatdatei mit derselben Pixeldichte angelegt werden. Zu große Bilddaten erschweren die Verarbeitung, während zu kleine Dateien sichtbare Pixel oder weiche Kanten erzeugen.
Logos, Schriften und technische Formen sollten möglichst als Vektoren vorliegen. Fotos werden in der tatsächlichen Ausgabegröße kontrolliert. Ein sinnvoller Probedruck zeigt zuverlässig, ob Schärfe, Kontrast und Tonwertumfang zur Anwendung passen.
Farben, Schwarz und Transparenzen prüfen
Druckfarben entstehen anders als Bildschirmfarben. Leuchtende RGB-Töne können im CMYK-Druck deutlich ruhiger wirken. Verbindliche Hausfarben sollten deshalb mit Farbangaben, Profilen oder einem abgestimmten Muster definiert werden.
Sehr dunkle Flächen, Transparenzen und feine Verläufe verdienen besondere Aufmerksamkeit. Transparenzen sollten beim Export korrekt reduziert werden, ohne Schatten oder Kanten zu beschädigen. Für sattes Schwarz gelten je nach Material und Drucksystem andere Farbaufbauten.
Ein sauberer Export spart Zeit
Vor dem Export werden überflüssige Ebenen entfernt, Schriften eingebettet oder in Pfade umgewandelt und verknüpfte Bilder kontrolliert. Das PDF erhält ein passendes Ausgabeprofil und enthält nur die Elemente, die tatsächlich produziert werden sollen.
Eine kurze Begleitinformation mit Endmaß, Stückzahl, Material, Verarbeitung und Termin macht die Datei eindeutig. So kann die Produktion sofort prüfen und melden, falls für die gewählte Anwendung noch eine Anpassung notwendig ist.